Ab heute ist es soweit. Ich fange jetzt nach und nach an zu berichten, was ich alles rund um mein Aquarium momentan an Zubehör verwende, bzw. schon getestet habe.

Die Umkehr-Osmose-Anlage

Ich verwendete am Anfang zur Herstellung meines Reinstwassers eine ehemalige Aqua-Medic Standart 90.Diese Osmoseanlage bekam ich gebraucht im Dezember 2005 von Michael Sauer.Nach etwa 1 Jahren Laufzeit wechselte ich das erste mal die beiden Filter.Hierbei entschied ich mich zum Kauf bei der Firma AquaPro die im Internet auch unter ebay einen eigenen Shop betreiben.Ende 2007 war allerdings der Zeitpunkt gekommen, an dem mir meine Osmoseanlage zu lange brauchte um meinen Wasserbedarf zu decken. Ich wollte mir zuerst eine Anlage mit einer Ausbringungsmenge von 200-300l/h als Komplettset für 70€-80€ kaufen. Bevor ich mich nach einem Telefonat mit der Firma AquaPro dazu entschied, einfach meine alte Anlage aufzumöbeln. Also bestellte ich eine Filmtec Membrane für schlappe 32€ die 200-300l/h leisten kann und tauschte diese gegen die "alte" von Aqua-Medic.Im Herbst entschied ich mich dann zu einer neuen Osmoseanlage mit Druckerhöhungspumpe von Demaro Group um weniger Verschnittwasser ( Verhältnis 1:1,25 ) zu verbrauchen.Diese Osmoseanlage arbeitet jetzt 5-stufig. Ich werde aber noch die Filmtec Membrane von meiner "alten" Aqua Medic einbauen, da die,eine deutlich höhere Ausbringungsmenge besitzt.

 

Meine aufgemotzte Osmoseanlage und meine neue Osmoseanlage mit Druckerhöhungspumpe.

Ich glaube dies war die günstgste und beste Entscheidung. Die Komplett überarbeitete Osmoseanlage läuft dann so wie ich mir das vorstelle.

Natürlich gibt es Osmoseanlagen die noch viel mehr Wasser liefern.

Doch Vorsicht: ab einer Ausbringungsmenge von über 300l/h sinkt bei den meisten Herstellern die Rückhaltequote von 99% auf 95% und deutlich weniger.

Wissenswertes über Osmoseanlagen

Das wichtigste Teil einer Umkehrosmose-Anlage ist die Umkehrosmose-Membrane. Die Qualität dieser Umkehrosmose-Membrane ist von entscheidender Bedeutung. Es gibt unterschiedliche Herstellungsverfahren und Qualitäts-Varianten, die selbstverständlich damit auch die Qualität des Umkehrosmose-Wassers beeinflussen. Auch die Lebensdauer und die Rückweisungsrate der Belastungsstoffe ist davon abhängig. Ich verwende die in den USA hergestellte Umkehrosmose-Membranen von Filmtec (DOW Chemical).
Um die Umkehrosmose-Membrane in ihrer zugedachten Funktion zu schützen, sind für eine grobe Vorfiltration Kohlefilter und Sedimentfilter vorgeschaltet. Ich entschied mich mit der Anschaffung der Umkehrosmose für die wirksamste und effektivste bisher bekannte Methode der Wasseraufbereitung. Mit Hilfe dieses Molekularfilters entferne ich bis zu 99% aller im Wasser befindlichen Belastungen. So haben ich stets sauberes, quellfrisches Wasser in unbeschränkter Menge zur Verfügung - direkt aus dem Hahn. 

Das Innenleben einer Membrane,

und die Funktionsweise.

 
Folgende Stoffe gehören nämlich nicht ins Aquariumwasser:
Schwermetalle
Agrarchemie / Nitrite, Nitrate
Hormone
Antibiotika
Viren / Bakterien / Zysten
Herbizide / Pestizide / Fungizide
anorganische Minerale / Salze
organische Chlorverbindungen (Trichlorhalomethane etc.)
Asbestfasern, Teerstoffe, radioaktive Teilchen u.v.a.

Das Thermometer


Mein digitales Thermometer.

Das Thermometer ist auch besonders wichtig, weil je nach Meerwasseraquarium und Besatz die Temperatur zwischen 22 und 28 Grad liegen sollte. Da im Sommer aufgrund der hohen Außentemperaturen die Beckentemperatur ebenfalls ansteigt, sollte man ein gutes Thermometer verwenden um nicht die kritische Marke von 30 Grad und mehr zu überschreiten. Dann hat man nämlich noch etwas Zeit um vorher Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Temperaturanzeiger gibt es in verschieden Ausführungen. Einmal als digitales Gerät, dann als Aufkleber und als normales Röhrchen. Das digitale ist sicherlich das genaueste, aber auch das teuerste. Ich nutze dies jedoch als Hauptthermometer in meinem Aquarium. Es zeigt nämlich sogar Kommastellen an, ohne dass Ablesefehler entstehen. Den Aufkleber empfehle ich nicht, da er zu sehr die Lufttemperatur mit einbezieht! Ich habe zwar zusätzlich einen kleines aufgeklebt aber das steht immer bei 28 Grad. Zwei Röhrchenthermometer habe ich ebenfalls im Technikbecken sitzen. Man sollte die Temperatur immer am Filterausströmer platzieren, so garantiert man die richtige Bestimmung der Wassertemperatur.

Scheibenreiniger und Klingenreiniger

Anders als bei den Magnetreiniger können bei Klingenreinigern wenn man sie richtig anwendet keine Kratzer entstehen. Außerdem sind sie sehr scharf und entfernen Scheibenalgen und Kalkrotalgen schnell und gründlich von den Sichtseiten des Aquariums. Ich benutze (aber eigentlich sehr selten) einen Floaty Magnetscheibenreiniger. Dieser hat den Vorteil, dass die Putzseite im Aquarium so konstruiert wurde, dass sie beim Abriss der Magnetverbindung schwimmt und nicht zu Boden sackt.

  


Täglich verwende ich jedoch mein Sortiment an Klingenreinigern. Fest am Aquarium befindet sich ein Klingenreinigermagnet von Hobby. Ansonsten nutze ich noch zwei drei andere Klingenreiniger wie Ihr auf dem Bild sehen könnt. Der lange weisse Klingenreiniger ist etwas gebrechlicher, hat aber den großen Vorteil, das man handelsübliche Rasierklingen dafür verwenden kann.

Allerdings bitte Vorsicht geben auf Verletzungsgefahr!

Schlauch und Eimer


Zum Teilwasserwechsel unabdingbar! Ich wechsel jede Woche abwechselnd mit verschiedenen Salzen ca. 25-30 Liter. Mithilfe des Schlauches wird Wasser und Schmutz in den Eimer abgeleitet. Leider saugen viele zulange am Schlauch und platsch! Haben sie salziges Wasser im Mund. Zusätzlich habe ich noch eine Mulmglocke, die ich auf den Schlauch stecken kann. Ich benutze sie aber eigentlich nie. In meine Eimer die 12 Liter fassen, habe ich zur besseren Verdeutlichung mit schwarzem Edding die 10 Liter Makierung deutlicher hervorgehoben. Das spart Zeit beim Wasserwechsel.

Die Kühlung meines Aquariums

Da Meerwasseraquarien im Sommer durch die starke Beleuchtung und die gestiegene Umgebungstemperatur sehr warm werden und dann schnell die kritische Grenze von 30 Grad erreicht ist, habe ich mein Becken mit einer Seewasserfesten 6-Fach Lüfterbatterie ausgestattet die in den warmen Monaten über eine Zeitschaltuhr betrieben wird.

Eine nasse Oberfläche wird durch die Kondensations-Kühlwirkung gekühlt. So auch die Wasseroberfläche, wenn ein „Wind“ darüber weht.

Durch den schwenkbaren Aufbau ist eine genaue Ausrichtung auf die Wasseroberfläche leicht möglich.

Der Betrieb erfolgt auf 12V-Niederspannungstechnologie.

Mit dieser Lüfterbatterie kann die Temperatur im Aquarium bis zu 2° C gesenkt werden, oft genau der Wert, um in unkritische Bereiche zu korrigieren.


Die Fischglocke


Dieses Werkzeug habe ich bei unserer letzten Vereins-Weihnachtstombola gewonnen und bin davon begeistert! Es ist eine Art Suppenkelle aus Plastik mit großem Volumen. Sie dient zum Fischtransport auf kurzen wegen, sowie dem einfacherem Einfangen! Die Fische werden praktisch mit Wasser transportiert, was die Sache schon viel stressfreier macht. Außerdem werden die Fische leicht "eingesaugt", wenn man das kleine Luftloch am oberen Ende zuhält und unter Wasser loslässt. Diese Funktion beendet das "jagen" der Fische mit einem Kescher. Gerade kranke, scheue, oder aggresivere Fische lassen sich aufgrund der durchsichtigen Fischglocke wohl leichter fangen als mit einem Netz.

Wenn die Fischglocke mal bei etwas ängstlicheren Fischen nicht funktionieren sollte, gibt es ja noch die Fischfalle.

Meine Fischfalle ist die "Genius" von der Firma Hobby.Diese Falle ist unter Wasser fast unsichtbar. Die Fische merken aber trotzdem das etwas im Busch ist. Nach ein paar Tagen im Becken jedoch wird sie als Futterstelle akzeptiert und die Fische lassen sich einfangen.Die Falle hat eine Scheibe die an einem Nylonfaden herabgelassen werden kann und ein 12cm rundes Loch zum Nachfüttern.

Die Abmessungen betragen 21cm 13cm x 15cm

    

Das Salz im Meerwasseraquarium

Das Salz ist logischerweise mit das wichtigste in einem Meerwasseraquarium. Es gibt mittlerweile viele gute um nicht zu sagen sehr gute Salze. Ich habe bis jetzt Tropic Marin, Tropic Marin Pro, Red Sea, Red Sea Coral Pro, Döbisan Meersalz und ein paar andere getestet. Eigentlich war ich mit allen Zufrieden. Das Döbisan Salz würde ich aufgrund meiner vielen Steinkorallen heute nicht mehr nehmen.

Heute nehme ich als mein Hauptsalz das Red Sea Coral Pro und alle zwei Wochen zum Ausgleich der verschiedenen Spurenelementen das normale Tropic Marin.

Mein Wasserwechsel beträgt wöchentlich 25-30 Liter. Hierbei setze ich weder das Salzwasser tagelang vorher an noch durchlüfte ich es, wie es oftmals erzählt wird. Manche Spurenelemente fällen sich nämlich nach 24 bzw. 48 Stunden im Salzwasser gegenseitig aus. Aquariuaner die Ihr Wasser tagelang vorher ansetzen, bekommen diese Spurenelemente wohl nie in Ihr Becken. Ich rühre mein Salzwasser direkt im Eimer an und gebe es frisch in das Technikbecken.

Zur Dosierung nehme ich grundsätzlich 33 Gramm pro Liter Salzwasser. Egal was für ein Hersteller. Die Dichte Messe ich wöchentlich einmal. Der Wert von 1,022 wurde bei mir auf diese weise immer erreicht.

Das Red Sea Coral Pro Salz enthält wesentlich höhere Kalziumwerte (450 ppm bei 1,023) und eine höhere Pufferkapazität, was wiederum eine höhere Verfügbarkeit dieser Elemente bedeutet.
Das Ergebnis zeigt sich in perfektem Korallenwachstum, mit den bekannten Produktvorteilen (wie u.a. die schnelle löslichkeit) des herkömmlichen natürlichen Red Sea Salzes.

Korallen, kalkhaltige Algen und andere Wirbellose benötigen hohe Dosierungen an Kalzium zur Bildung der Skelette oder Schalen. Das Kalziumniveau in natürlichem Meerwasser bei 35 ppt beträgt ungefähr 400 ppm. Das Red Sea Coral Salz bietet höhere Kalziumwerte bei gewünschter, niedriger Salzhaltigkeit als in der Natur, was im Riffaquarium vorteilhaft ist.


Das Tropic Marin Meersalz enthält alle 70 Spurenelemente in den natürlichen Konzentrationen des Meeres. Keines mehr und keines weniger. Durch die einzigartige Methode der Mischkristalle bleiben die Spurenelemente im Wasser vollständig verwertbar. Die Anwendung der Mischkristalle verhindert das sonst häufige Ausfallen der Spurenelemente und stellt die Spurenstoffe den Organismen in der für sie direkt biologisch verwertbaren Form ohne Chelate bereit.

Die Spurenelemente-Versorgung nach Balling

Meine Spurenelemente dosiere ich je nach Bedarf. Aufgrund einer Überdosierung, bei der es zu deutlichen Gewebeschäden an Steinkorallen kam, habe ich die Dosierung momentan eingestellt.

Die Spurenelemente mit den 3 Lösungen gibt es als fertiges Set relativ günstig im Internet zu kaufen. Ich habe mit diesem Produkt gute Erfahrungen gemacht und werde es zu gegebener Zeit weiter nutzen.

Dieses Set besteht aus folgenden Lösungen:

 

1: eine Flasche Strontium und Barium 1000ml
                          2: eine Flasche Spurenelemente (Fe, Cr, Mn, Cu, Ni, Zn, Co)1000ml
    3: eine Flasche Fluorid- und Jodidlösung 1000ml

Durch Korallen und niedere Tiere werden die Spurenelemente im Meerwasseraquarium langsam und stetig aufgebraucht, da die Tiere sie in ihr Kalkskelett einbauen. Dadurch nimmt der Gehalt an bestimmten Elementen im Meerwasserbecken ab und eine Nachdosierung ist unerläßlich. Herr Balling hat sich eingehender mit der Materie beschäftigt und durch genaue Skelettanalysen den tatsächlichen Verbrauch von Spurenelementen in Abhängigkeit vom "Kalkverbrauch" herausgefunden. Auf diesen Erkenntnissen beruht auch die Zusammensetzung der hier beschriebenen Lösungen.

Eine regelmäßige Zugabe der Lösungen bewirkt ein spürbar besseres Korallenwachstum und kräftigere Farben.

Die Dosierung [in ml] ist relativ einfach und wird im allgemeinen durch die unten gezeigte Tabelle bestimmt.

Die Korallenkleber und der Riffmörtel

Als Korallenkleber nehme ich den Aqua-Medic Reef Construct und den AquaScape. Beides sind zwei Komponenten unterwasser Korallenkleber wobei der AquaScape die rötliche Farbe der Kalkrotalgen nachahmen soll. Dennoch bin ich mit der Haltbarkeit und der Durchhärtung des "roten" Klebers nicht so zufrieden und werde in Zukunft wieder den "grauen" von Aqua-Medic verwenden.

Zusätzlich verwende ich noch den Korallen&Riffmörtel von Reef Bond. Dieser ist sehr gut in der Verarbeitung und Ergiebigkeit. Jedoch sollte man sich vorher genauestens überlegen wo man was hinzementieren will. Eine spätere Umgestaltung geht meistens nur mit viel Kraft und endet mit der Zerstörung.

Die zur Zeit angebotenen Sekundenkleber für Korallenableger habe ich ebenfalls getestet. Auch diese kann ich nur empfehlen, da nach bzw.schon beim kleben kein Gewebe des Ablegers zerstört wird und das neue Gewebe sehr schnell über die Klebestelle wächst.

   

Das Futter

Als Futter verwende ich meistens mehrere verschiedene Hersteller. Meine Fische bekommen einmal täglich Frostfutter. Hierbei mische ich meistens Artemia oder Müsis mit groben Pazific Krill.Verwendet wird bei mir das Frostfutter von SMF. Ich habe auch schon andere Frostfutterhersteller ausprobiert, aber bei SMF gefallen mir die einzelnen Fächer zum rausdrücken der Portionen besser, wie bei andern die Schokoladentafeln. Zusätzlich füttere ich verschiedene Arten von Trockenfutter.Die JBL Marin Perls sind für manche Fische einfach zu groß, daher nutze ich als Granulatfutter MarineGro von RedSea oder das Granumarin von Sera. Teilweise mische ich die verschiedenen Futtersorten auch vorher in einem Becher zusammen. So bekommen alle Fische das ab, was sie mögen. Ein bis zweimal pro Woche füttere ich abends nachdem das Licht aus ist und die Polypen meiner Korallen weit geöffnet sind noch rotes oder grünes Plankton. Auch das habe ich in Form von Frostfuttertabletten der Firma SMF. Gelegentlich bekommen meine Fische auch Flockenfutter. Hierbei greife ich nach mehreren käufen von Tetra XL Marin Flakes auf normales Süßwasserfutter zurück. Ich konnte dadurch keine negativen Auswirkungen bei meinen Fischen feststellen.


  weiteres Zubehör wie Wassertests und weiter Messgeräte

 stelle ich demnächst vor.